Projekt Perspektivwechsel

Unter der Leitung der Diplom-Sozialpädagogin Hülya Högl-Demircan, selbst Rollstuhlfahrerin, bietet Phönix e.V. das Projekt Perspektivwechsel an.

Das Projekt Perspektivwechsel hat zum Ziel, Vorurteile, Ablehnung und Hemmschwellen behinderten Menschen gegenüber abzubauen. Der Perspektivwechsel ist so aufgebaut, dass die TeilnehmerInnen das Thema Behinderung in seinen verschiedenen Facetten gewissermaßen am eigenen Leib erleben und erfahren können. Die verschiedenen Aufgaben und Erlebnisse machen den TeilnehmerInnen Spaß und helfen erfahrungsgemäß mehr als viele Worte, um Barrieren in den Köpfen abzubauen oder – noch besser – diese gar nicht erst entstehen zu lassen.

Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte aus Regensburger Schulen, seltener auch aus dem Umland, sind die Hauptzielgruppe des Projektes. Hier gab es bisher die meisten Perspektivwechsel und hier besteht auch die stärkste Nachfrage. Deshalb ist das Projekt üblicherweise auf einen Schultag von ca. 4 Stunden Dauer ausgelegt. Gelegentlich wurde es für Kindergartenkinder altersangemessen abgewandelt und auch schon in einer „erwachsenen“ Version mit AbsolventInnen des Freiwilligen Sozialen Jahres oder Auszubildenden im Pflegeberuf durchgeführt.

Die Teilnehmenden rotieren in Kleingruppen durch mindestens fünf verschiedene Module, in denen sie simulierte Behinderungen selbst erleben. Gezeigt und erfahren wird der Umgang mit einem Rollstuhl, sowohl das „Selbst im Rollstuhl Sitzen und Fahren“ als auch das Schieben eines Rollstuhlfahrers, drinnen und draußen. Es gibt Stationen mit simulierten Sehbehinderungen, hervorgerufen durch spezielle Brillen. Greifbehinderungen werden durch Handschuhe mit zusammengenähten Fingern simuliert. Die Ehrenamtlichen begleiten die Teilnehmenden an jeder Station mit Information, motivieren und ermutigen sie, die vorliegenden Materialien auszuprobieren. Sie führen bzw. moderieren die Reflexion des Erlebten. So wird Verständnis erreicht und das Erlebte anschließend gemeinsam reflektiert. Die Begegnung ermöglicht einen Bewusstseinswandel und prägt nachhaltig die persönliche Einstellung gegenüber behinderten Menschen.

Für jeden Projekttag werden sowohl behinderte als auch nichtbehinderte ehrenamtliche TeilnehmerInnen benötigt. Wer sich hierbei ehrenamtlich engagieren möchte, wendet sich bitte direkt an Hülya Högl-Demircan.