Ein garantiert heißes Event: PHÖNIX-Sommerfest 2017

Gewiss, bis zum Einzug der heißen Jahreszeit werden noch mehrere Monate ins Land gehen. Dennoch möchten wir bereits jetzt einladen zum:

 

PHÖNIX-Sommerfest am Freitag, den 14.07.2017 ab 14 Uhr in der Rote-Löwen-Str. 10

 

Mittglieder, -arbeiter, Kunden, Klienten, aber auch Freundinnen und Freunde unsers Vereins sind herzlich willkommen! Für ausreichend Essen und Trinken wird gesorgt; weitere Details geben wir zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.

Nach längerer Pause wieder in Angriff genommen: Projekt Perspektivwechsel

 

Totgesagte leben länger: Nach längerer Pause findet mal wieder ein „Perspektivwechsel statt und zwar am:

 

Mittwoch, den 05.04.2017 von 15:30 bis 19:30 Uhr in den Privaten Schulen Pindl

 

Für nähere Informationen klicken Sie bitte den entsprechenden Menüpunkt auf dieser Homepage an. Sollte Ihre Schule/Einrichtung auch an der Durchführung eines solchen Projekts sein, wenden Sie sich bitte an Frau Huelya Högl Dipl .Sozialpädagogin (FH) Tel. 0941/56 09 38

 

Filmvorführung mit anschließender Diskussion am 05.04.2017

Wir bitten um Beachtung folgenden Veranstaltungstipps:

 

https://www.facebook.com/events/869913949817220/

 

Abschiedsworte eines Spitzenteams: Trauerrede Frau Schachtner

„Verstorben ist ein Mensch erst, wenn er vergessen wird.“ Aufgrund der vielen Menschen die Frau Schachtner kannte, wird sie uns allen noch lange in Erinnerung bleiben und in unserem Herzen weiterleben.

Frau Schachtner konnte aufgrund ihrer Behinderung nicht das Leben leben, was sie sich gewünscht hätte. Aber mit ihrer ungeheuren Kraft, Willensstärke und Disziplin hat sie dem Leben alles abgerungen was möglich war. Sie war eine Kämpferin, sie hat sich nicht klein kriegen lassen von den Stürmen des Lebens, wie dem viel zu frühen Tod ihres geliebten Ehemannes.

An was erinnern wir uns, wenn wir an die gemeinsame Zeit mit ihr denken? Es gibt so viele Geschichten und Geheimnisse.

Frau Schachtner hat mal gesagt, dass sie eigentlich Künstlerin ist, aber das nicht richtig ausleben konnte. Sie hat uns gezeigt, dass man  Kunst und Schönheit überall sehen und erleben kann. Sei es in den kleinen Dingen, die man in der Natur sehen kann oder in modern umgesetzten Theaterstücken, Ballett oder Ausstellungen. Ihr Interesse an Kunst und am Leben hat sie beibehalten bis zum Schluss, in dem Maß wie sie es konnte.

Im Krankenhaus hat sie einen Artikel für die Gemeindezeitung formuliert und auch zu diesem Zeitpunkt nicht akzeptiert, dass es mal ein Ende geben könnte. Sie sich nie aufgegeben. Sie war eine Kämpferin und unbelehrbare Optimistin.

Mit ihrer Kraft hat sie auch die Menschen um sich herum geerdet. Hat ihnen klar gemacht, dass sie sich manchmal um Lächerlichkeiten Sorgen machen. Durch ihre Ausstrahlung hat sie es geschafft, dass nicht ihre Erkrankung im Vordergrund steht, sondern sie selbst.

Frau Schachtner hatte einen sehr starken Lebenshunger: sie liebte das Leben und versuchte jeden Tag zu nutzen Sie war sehr aktiv und liebte es unterwegs zu sein, auch bei 10 Grad und Regen.

Sie war gesellschaftlich sehr aktiv, sie wollte sich einbringen und der Austausch mit ihren Mitmenschen war ihr wichtig. Sie war Mitglied in vielen Gruppen und Organisationen.

Außerdem war sie ein religiöser Mensch, dies hat ihr in den letzten Jahren viel Halt gegeben.

Sie war nicht auf das Alte fixiert, sondern sie besaß ein großes Kunst- und Kulturinteresse. Diese Erfahrung hat sie mit uns geteilt und viele von uns waren immer wieder fasziniert von dem was wir an Kunst gesehen und erlebt haben. Es gibt wohl kaum Jemanden in dieser Stadt, der die Kultur so gehuldigt hat wie sie.

Aber Frau Schachtner hat auch viele andere Interessen. Sehr wichtig waren für sie Natur und Umwelt. Diese lagen ihr sehr am Herzen und sie wollte die Umwelt auch für die Nachwelt schützen und erhalten und deshalb hat sie sehr nachhaltig gelebt. Auch Pflanzen und Tiere waren sehr bedeutsam für sie. Sie mochte Tiere jeglicher Art. Sie hatte einen eigenen Hund von dem sie gern erzählt hat. Frau Schachtner hat Blumen geliebt und diese immer wieder liebevoll in neuen Sträußen arrangiert. Sie hatte einen grünen Daumen und sehr viel Erfahrung und Wissen über Pflanzen, die sie auf ihrem Balkon gehegt und gepflegt hat.

Frau Schachtner war modebewusster als wir es wohl heute sind. Sie hat sich klassisch elegant gekleidet und legte sehr viel Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild. Während ihrer Schulterverletzung konnte sie den Arm schlecht strecken aber es musste das engste Oberteil sein, weil nur dieses zum Rock passte. Frau Schachtner ging nie ohne Schmuck aus dem Haus, diesen besaß sie in großer Vielfalt.

Frau Schachtner war immer sehr offen und interessiert für technische und gesellschaftliche Veränderungen. Ältere Menschen beharren oft auf Altbekanntes, dies traf auf Frau Schachtner nicht zu.

Sie war tolerant und nachsichtig gegenüber den Schwächen ihrer Mitmenschen. Auf Fehler von uns reagierte sie mit Nachsicht und sprach uns Mut zu.

Wir erinnern uns an viele schöne Stunden mit ihr und an den Mut mit dem sie Ihr Schicksal angegangen ist. So war sie es immer wieder, die uns bewiesen hat, dass man seine Interessen durchsetzen kann, auch wenn das nicht immer leicht ist. Unvergesslich wird uns ihr besonderer Humor in Erinnerung bleiben.

Frau Schachtner hat gerne gesagt“ Ich habe meine Hausaufgaben erledigt“  Ihre letzte Aufgabe war es loszulassen und einzuschlafen

Und unsere Aufgabe ist, das was wir von ihr gelernt haben nicht zu vergessen So wie wir sie nicht vergessen werden.

 

Sie hält sich seit über 20 Jahren erfolgreich über Wasser: Annke Conradi

Ihr sportlicher Erfolg sucht seinesgleichen: PHÖNIX-Mitarbeiterin Annke Conradi nahm heuer bereits zum 6. Mal an Paralympischen Spielen teil. Lange war unklar, ob es zur Reise nach Rio kommen würde, doch eine neue Trainerin schaffte es schließlich, die zehnfache Medaillengewinnerin, Trägerin des Silbernen Lorbeerblattes  und Rekordhalterin (Rückenschwimmen) ausreichend zu motivieren und erneut zu Höchstleistungen anzutreiben.

Zwischenzeitlich hat Annke Conradi ihre Wettkämpfe bei den Paralympics, der krönende Abschluss ihrer glorreichen olympischen Karriere,  hinter sich gebracht -> leider hat es in Rio nicht zu einem Platz auf dem Treppchen gereicht. Dennoch ist PHÖNIX stolz, eine so erfolgreiche Leistungssportlerin zu seinen Mitgliedern und –arbeiterinnen zählen zu dürfen!

Abschließend Annke Conradis Erfolge im Überblick:

1. Europameisterschaften

a) 1995 Wien

- Gold: 50 m Freistil

- Silber: 100 m Freistil, 50 m Rücken, 200 m Freistil

b) 1997 Sevilla

- Bronze: 50 m Freistil, 50 m Rücken

c) 1999 Istanbul - Gold: 100 m Freistil, 200 m Freistil

- Silber: 50 m Freistil, 50 m Rücken

d) 2001 Stockholm

- Gold: 200 m Freistil, 4x50 m Freistil-Staffel

- Silber: 50 m Freistil, 100 m Freistil, 50 m Rücken

- Bronze: 4x50 m in Lagen-Staffeisterschafte

2. Weltisterschaften

a) 1994 Rom

- Silber: 50 m Freistil, 100 m Freistil, 50 m Rücken

b) 1998 Perth

- Gold: 50 m Rücken

- Silber: 50 m Freistil, 100 m Freistil, 200 m Freistil

c) 2002 Mar del Plata

- Gold: 50 m Rücken

 - Silber: 100 m Freistil, 200 m Freistil

 - Bronze: 50 m Freistil

d) 2006 Durham

- Bronze: 100 m Freistil, 200 m Freistil, 50 m Rücke

3. Paralympic

a) 1996: Atlanta

- Silber: 100 m Freistil

- Bronze: 2 x 50 m Freistil

b) 2000 Sydney

- Gold: 50 m Rücken

 -Silber: 500 m Freistil, 100 m Freistil, 4x50 m Lagen

c) 2004 Athen

- Gold: 50 m Rücken

- Silber: 100 m Freistil

- Bronze: 50 m Rücken

Aktuelles bei Phönix e.V.

13. August 2016: Trotz Abschied immer noch zu spüren: Bernd Jacobus

PHÖNIX e.V. trauert um seinen Gründungsvater und langjährigen Geschäftsführer: Bernd Jacobus verstarb am 12.08.2016 nach schwerer Krankheit.

Bernd Jacobus stand über 10 Jahre dem Verein vor, welchen er selbst einst mit dem Juristen Armin Fillinger ins Leben gerufen hatte. Es war insbesondere seiner Entschlossenheit und seiner nie versiegenden Einsatzbereitschaft zu verdanken, dass aus der 1990 gestarteten Initiative „Bus für Alle“ ein stetig wachsender Verein wurde, der heute ca. 150 Angestellte – die meisten davon im Pflegedienst – beschäftigt. Die damals revolutionäre und bestenfalls belächelte Idee eines selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Behinderung setzte sich dank ihrer beiden Vorreiter mehr und mehr durch und kann heute als anerkanntes Lebensmodell der Betroffenen angesehen werden.

Auch nach seinem Abschied vom Verein blieb Bernd Jacobus seinen hehren Vorstellungen und Prinzipien eng verbunden. Sein unermüdlicher Kampfgeist wird weiterhin das maßgebliche Vorbild unserer täglichen Arbeit sein. In ewigen Gedenken: Bernd ruhe in Frieden!